Stillen Hüllen Pflegen Schutz und Begrenzung
Das Neugeborene ist, wenn es nicht schläft, mit seinen Sinnen ganz an die Umgebung hingegeben. Jeder Sinnesreiz beeindruckt es viel unmittelbarer als den Erwachsenen, der sich abgrenzen kann. Die Bekleidung dient deshalb nicht allein der Wärmehülle, sondern sie schirmt das Neugeborene auch gegen die Umwelt ab. Auch aus diesem Grund ist die Umhüllung des Köpfchens mit einem Wolle- Seide oder Baumwollmützchen angebracht. Eine zart gefärbte oder naturbelassene Kleidung schützt vor einem Überangebot an Sinneseindrücken natürlich besser als eine bunt bedruckte. Die fehlende Abgrenzungsfähigkeit begegnet uns auch in den anfänglich unkoordinierten Bewegungen des Säuglings. Strampeln und Zucken, Rucken und Stoßen von Armen und Beinen prägen das Bild. Auch hier können wir dem Neugeborenen helfen, mehr bei sich zu bleiben und sich nicht an die Umgebung zu verlieren. Das feste Umschließen des kindlichen Körpers mit Windeln und Tüchern, das sogenannte Pucken oder auch das vollständige Pucken, ist eine in unserem Kulturkreis erst in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geratene Tradition, die wir gerne weiterpflegen wollen.