Stillen Hüllen Pflegen Hilfestellung beim Anlegen
des Kindes
Oberster Grundsatz bei der Hilfe zum Anlegen ist es, so wenig wie möglich Mutter und Kind beim Sich-Finden zu stören. Zunächst muss die Mutter eine bequeme Stillposition finden. Diese kann durch ein Stillkissen erleichtert und stabilisiert werden. Das Kind wird an die Brust gelegt, keinesfalls im Nacken oder am Kopf an die Brust gepresst. Vielmehr beobachtet die Hebamme oder die Pflegerin Mutter und Kind aus gebührender Entfernung, um aus der Ruhe ihrer Wahrnehmung gezielte Hinweise zu geben, wenn die Lage oder die ängstliche Scheu der Mutter den Weg des Kindes an die Brust verstellen. Diese wahrnehmende Rolle der Stillberaterin ist besonders wichtig, wenn der Säugling ungestüm, vielleicht vor Hunger schreiend, sich selbst im Wege zur Quelle steht. Wichtig zu beachten ist, dass der Säugling die Brustwarze gut erfasst und die Mammille fest umschlossen, die Unterlippe nach außen gewölbt, einsaugt. Die Stillposition kann immer wieder gewechselt werden, damit, zum Schutz vor Rhagaden, die Brustwarze gleichmäßig belastet wird. (siehe Saugverwirrung und Mastitisprophylaxe). Normalerweise wird dem Kind, wenn eine Brust leergetrunken ist, auch die andere angeboten. Damit wird die Milchbildung optimal stimuliert. Sollte die Milchbildung trotzdem nicht ausreichend sein, kann durch nochmaliges Anlegen der ersten Seite oder durch häufigeres Stillen nachgeholfen werden. Bei zu starker Milchbildung wird nur eine Brust angelegt, die andere wird behutsam mit der Hand entleert. Die größte Menge Muttermilch wird in den ersten 4-5 Minuten getrunken. Trotzdem kann eine Stillmahlzeit je nach Temperament und Trinkverhalten den Kindes von unter 5-7 Minuten Minuten bis zu einer Stunde dauern (Erfahrung mit meinen eigenen Kindern). Wenn das Kind entscheidet wie lange es an der Brust trinkt, sind Hunger, Saugbedürfnis und Nähe Bedürfnis des Kindes zur Mutter gestillt.